Lues (Syphilis)

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Laborwerte

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Beschreibung des Laborparameters

Syphilis, auch Lues genannt, ist eine sexuell übertragbare Infektion (STI), die durch das Bakterium Treponema pallidum verursacht wird. Es kann sowohl Männer als auch Frauen betreffen und wird durch sexuellen Kontakt, einschließlich Vaginal-, Anal- oder Oralsex, sowie durch direkten Kontakt mit syphilitischen Wunden (sogenannten Schankern) während sexueller Aktivität übertragen.

Syphilis durchläuft mehrere Stadien, jedes mit seinen eigenen Symptomen:

Primäre Syphilis: Das erste Stadium der Syphilis beginnt typischerweise mit dem Auftreten einer schmerzlosen Wunde oder eines Geschwürs, das als Schanker bekannt ist, an der Infektionsstelle, beispielsweise den Genitalien, dem Anus oder dem Mund. Der Schanker kann unbemerkt bleiben oder innerhalb weniger Wochen von selbst abheilen, die Infektion bleibt jedoch bestehen, wenn sie nicht behandelt wird. Sekundäre Syphilis: Wenn die Primärinfektion nicht behandelt wird, schreitet die Krankheit in das Sekundärstadium fort, das durch einen Ausschlag gekennzeichnet ist, der auf den Handflächen, Fußsohlen oder anderen Körperteilen auftreten kann. Weitere Symptome können Fieber, geschwollene Lymphknoten, Halsschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit und fleckiger Haarausfall sein. Latente Syphilis: Nach dem Sekundärstadium tritt die Syphilis in ein latentes oder verstecktes Stadium ein, in dem keine sichtbaren Symptome auftreten, die Infektion jedoch im Körper verbleibt. Eine latente Syphilis kann jahrelang andauern und die Betroffenen können asymptomatisch bleiben oder in das Tertiärstadium übergehen. Tertiäre Syphilis: In einigen Fällen kann eine unbehandelte Syphilis bis zum Tertiärstadium fortschreiten, was zu schwerwiegenden Komplikationen an Herz, Gehirn, Nerven, Augen und anderen Organen führen kann. Tertiäre Syphilis kann zu Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Syphilis, Neurosyphilis oder Gummisyphilis führen, die unbehandelt lebensbedrohlich sein können. Syphilis kann auch von einer schwangeren Frau auf ihr ungeborenes Kind übertragen werden (angeborene Syphilis), was zu Totgeburten, Frühgeburten oder schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen beim Neugeborenen führen kann.

Die Diagnose einer Syphilis erfolgt in der Regel durch Labortests von Blutproben, einschließlich Tests auf Syphilis-Antikörper.

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