Beschreibung des Laborparameters

HbA1c steht für Glykiertes Hämoglobin und ist ein wichtiger Marker für die langfristige Blutzuckerkontrolle bei Menschen mit Diabetes mellitus. Es misst den Anteil des Hämoglobins im Blut, das mit Glukose (Zucker) verbunden ist. Hämoglobin ist ein Protein in den roten Blutkörperchen, das Sauerstoff transportiert.

Wenn Glukose im Blut zirkuliert, bindet sie sich spontan an Hämoglobin, ohne Insulin als Transportmittel zu benötigen. Diese glykierte Form des Hämoglobins, HbA1c genannt, bleibt für die Lebensdauer der roten Blutkörperchen bestehen, die in der Regel etwa 2-3 Monate beträgt. Daher spiegelt der HbA1c-Wert den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel über diesen Zeitraum wider.

Ein höherer HbA1c-Wert deutet auf eine schlechtere Blutzuckerkontrolle hin und ist mit einem erhöhten Risiko für Diabeteskomplikationen verbunden, einschließlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenproblemen, Neuropathie und Augenerkrankungen. Ein niedrigerer HbA1c-Wert weist auf eine bessere Blutzuckerkontrolle und ein geringeres Risiko für Komplikationen hin.

Die American Diabetes Association (ADA) empfiehlt, den HbA1c-Wert alle 3-6 Monate zu messen, um die Blutzuckerkontrolle zu überwachen und den Erfolg der Behandlung zu bewerten. Zielwerte für den HbA1c können je nach individueller Situation variieren, werden aber in der Regel auf etwa 7% oder weniger angestrebt.

Die Messung des HbA1c-Werts ist ein wichtiger Bestandteil der Diabetesversorgung und hilft Ärzten und Patienten, die Krankheit besser zu managen und das Risiko von Komplikationen zu verringern.

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