Herpes-simplex-Virus Typ 2

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Laborwerte

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Beschreibung des Laborparameters

Das Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV-2) ist eine sexuell übertragbare Infektion (STI), die hauptsächlich Herpes genitalis verursacht. Es gehört zur Familie der Herpesviridae, zu der auch das Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) gehört, das für oralen Herpes (Fieberbläschen) verantwortlich ist.

HSV-2 wird durch direkten Kontakt mit infizierter Genitalhaut, Schleimhäuten oder Körperflüssigkeiten übertragen. Geschlechtsverkehr ist die häufigste Übertragungsart, HSV-2 kann jedoch auch durch Oral-Genital-Kontakt, insbesondere beim Oralsex, übertragen werden.

Nach der Erstinfektion etabliert HSV-2 eine Latenzzeit in Nervenzellen in der Nähe der Infektionsstelle, typischerweise in den Sakralganglien an der Basis der Wirbelsäule. Während der Latenzzeit bleibt das Virus inaktiv, kann sich aber regelmäßig reaktivieren, was zu wiederkehrenden Ausbrüchen von Herpes genitalis führt. Eine Reaktivierung wird häufig durch Faktoren wie Stress, Krankheit, hormonelle Veränderungen oder eine geschwächte Immunfunktion ausgelöst.

Die Symptome von durch HSV-2 verursachtem Herpes genitalis können sehr unterschiedlich sein und umfassen:

Schmerzhafte Wunden oder Geschwüre im Genitalbereich Schmerzen oder Juckreiz Grippeähnliche Symptome Nachfolgende Ausbrüche

Während es derzeit keine Heilung für Herpes genitalis gibt, können antivirale Medikamente dazu beitragen, die Häufigkeit, Dauer und Schwere von Ausbrüchen zu verringern und die Symptome bei Ausbrüchen zu lindern.

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